Aus der Sammlung der "François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur"
Dieses langjährige Kunstprojekt steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen Michael Kretschmer
Bei den Objekten handelt es sich um Schenkungen und Dauerleihgaben der Stiftung an die Stadt, darunter Arbeiten von ILja Bilek, Christine Baetcke, Christo und Jeanne Claude, Bohumil Eliás Sr., Alfonso Hüppi, Bernhard G. Lehmenn, Markus Lüpertz, Mapuche, Karel Novosad, Iris Rousseau, Justus Uder, Gertraud Wendlandt und Ludwig Wilding.
Zwei weitere Objekte von Gertraud Wendlandt ("Stehende", Beton und "Liegende", Beton) sind vor dem Rathaus am Rande des Marktes aufgestellt (Brunnen), eine Vollbronze von Christiane Baetcke ("Reiter", Bronze) steht vor dem "Terence Hill Museum" der Stadt Lommatzsch.
Die Maßnahme ist mit einem Bildhauerpreis verbunden, die unsere Stiftung mit der Stadt Lommatzsch zur Verschönerung des neu zu gestaltenden "Sachsenplatz" der Stadt ausschreibt.
Enthüllung der Skulpturengruppe "Raumluftklammern" von Andreas Feist am 30.10.2026
Rede von Frau Esther Hey, Vorstandsmitglied der "François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur" zur Schenkung an die Stadt Lommatzsch.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich, dass Sie heute hier sind und gemeinsam mit uns die neue Skulpturengruppe vor dem “Budenhaus” enthüllen. Sie soll nicht allein einen Hinweis auf die Ausstellung im Gebäude geben, sondern auch ein Bindeglied zum Hauptgebäude des Museums darstellen. Darüberhinaus eignet sich der Innenhof sehr gut für eine Skulpturenausstellung, um ihn zu beleben und die Kunst raus aus den Museen, hin in die Öffentlichkeit und womöglich auch in den Alltag der Menschen zu bringen. Ein Anfang machte unsere Stiftung mit dem Aufstellen von zwei Skulpturen auf dem Marktplatz, dann mit der Einrichtung des Budenhauses, nun der erste Schritt, um den Hof zu beleben.
Die "François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur" setzt sich seit nunmehr zehn Jahren gezielt für die Stärkung und Weiterentwicklung der Kulturszene in den ländlichen Regionen des Freistaats Sachsen ein. Seit ihren Anfängen verfolgt die Stiftung das Anliegen, jenseits der großen urbanen Zentren kreative Impulse zu setzen und den Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Kultur dauerhaft zu sichern. Kunst und Kultur verstehen wir als wesentliches Element gesellschaftlicher Teilhabe, demokratischer Werte und regionaler Identität.
Das Engagement im ländlichen Raum Sachsens zeichnet sich durch Beständigkeit und institutionelle Verwurzelung aus. Ein zentraler Pfeiler ist der Betrieb stiftungseigener Galerien. In der Stiftungsgalerie in Waldheim (Mittelsachsen) erhalten künstlerisch talentierte Menschen regelmäßig die Möglichkeit, ihre Arbeiten kostenfrei der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben regionalen Werken realisiert die Stiftung immer wieder große und historisch bedeutsame Ausstellungen. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Wanderausstellung „Gegen das Vergessen“, welche in Zusammenarbeit mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora historische Kinderzeichnungen präsentierte und sachsenweit Station machte.
Ein bundesweit beachtetes Alleinstellungsmerkmal der Stiftungsarbeit ist die Verknüpfung von Kunst mit dem Justizvollzug. In einer eigens dafür eingerichteten, bundesweit einmaligen Galerie widmet sich die Stiftung dauerhaft dem Thema „Resozialisierung durch Kunst und Kultur“. Durch die Präsentation von Exponaten, die direkt im Strafvollzug entstanden sind, schafft das Projekt ein Forum für schöpferische Ausdruckskraft unter Bedingungen physischer Beengtheit und leistet einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs über Neuanfänge und Würde.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Stiftungssatzung liegt auf der gezielten Förderung von Kindern und Jugendlichen. Dazu zählen u.a.
Ergänzt wird dieses breite Spektrum durch Initiativen wie den „Sächsischen Bildhauerwettbewerb: Kunst und Kultur im ländlichen Raum“. Unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer schreibt die Stiftung das Projekt gemeinsam mit sächsischen Kommunen (wie Lommatzsch) aus. Hochwertige Skulpturen werden als Schenkungen dauerhaft im öffentlichen Raum verankert, wodurch im direkten Alltag der Bürger Begegnungsräume mit moderner Kunst entstehen.
Durch diese enge Vernetzung mit lokalen Akteuren – von Schulen und Justizvollzugsanstalten bis hin zu Theatern und Gemeinden – beweist die François Maher Presley Stiftung, dass ein breit gefächertes kulturelles Angebot im ländlichen Raum ein unverzichtbarer Motor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Daran beteiligt sich mein Mann und ich mich gern.
Heute gehen wir gemeinsam einen weiteren Schritt, und ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf eine lebhafte Diskussion mit Ihnen und natürlich auch mit dem Bildhauer Andreas Feist, dem wir heute diese Arbeiten zu verdanken haben.
Zuschriften (Auswahl)