Wanderausstellung "Gegen das Vergessen"
Wanderausstellung "Gegen das Vergessen" 

Gegen das Vergessen, Wanderausstellung 4. Station

Steffen Blech, Bürgermeister a.D. Waldheim

Dauer: 28.03.2021 bis 27.04.2021

 

Kunsttreppe im Stadt- und Museumshaus sowie im "NS-Euthanasie vor Gericht"

Auf dem Boden der alten Waldheimer Burganlage, die 1271 erstmals als „Markgräfliches Schloss“ urkundlich erwähnt wurde, richtete der Besitzer der Burg Kriebstein, Dietrich von Beerwalde, 1404 ein Augustinerkloster ein, das bis 1549 bestand. Im Jahre 1588 kaufte der sächsische Kurfürst Christian I. die Gebäude und ließ sie zu einem Jagdschloss umbauen. 1715 errichtete August der Starke auf dem Gelände ein Zucht-, Armen- und Waisenhaus, das im April 1716 eingeweiht wurde. Bis heute dient die Anstalt ohne Unterbrechung dem gleichen Zweck. Sie ist damit die älteste Justizvollzugsanstalt in Deutschland und bildet die historische Grundlage für alle späteren Landesstraf-, Erziehungs- und Krankenstationen.

 

Die Justizvollzugsanstalt Waldheim kann dabei auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken, die besonders durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mit der Einordnung in das System der Gewaltherrschaft traurige Berühmtheit erlangt hat. Die „Waldheimer Prozesse“ im Jahre 1950, die damals über 3.400 Häftlinge aus den ehemaligen sowjetischen Internierungslagern und die 24 Hinrichtungen der 32 zum Tode Verurteilten zu Zeiten der DDR Diktatur müssen an dieser Stelle auch erwähnt werden.

 

Zur Geschichte der Justizvollzugsanstalt gehört ebenso die psychiatrische Anstalt. Die Heil- und Pflegeanstalt Waldheim hatte sich innerhalb des Zuchthauskomplexes Waldheim entwickelt. 1876 wurde eine kleine „Irrenstation bei der Strafanstalt Waldheim“  für männliche geisteskranke Verbrecher eingerichtet. Das war damit die erste forensisch-psychiatrische Einrichtung des deutschen Reiches, welche als zentrale Unterbringungsstätte für psychisch kranke Rechtsbrecher in Sachsen bald auf eine ständige Belegungsstärke von etwa 200 Insassen anwuchs.

Quelle: in-Cultura.com, Fotograf: Lutz Weidler

Bis 1932 war die Betreuung der prinzipiell „schwierigen Patientengruppe psychisch kranker Rechtsbrecher“ in der Waldheimer Pflegeanstalt „vom ernsthaften Bemühen um menschenwürdige Behandlung“ getragen. Die Abkehr vom Humanitätsprinzip lässt sich jedoch in der Folgezeit in der Psychiatrie kontinuierlich verfolgen. 1933 wurde die Heil- und Pflegeanstalt zur zentralen sächsischen Maßregelvollzugsanstalt. Dort wurden männliche Straftäter eingewiesen, deren stationäre Unterbringung nach § 42b des sogenannten „Gewohnheitsverbrechergesetzes“ gerichtlich bzw. staatsanwaltlich angeordnet worden war. Die meisten dieser Straftäter waren sogenannte „Gewohnheitsverbrecher“, sozial unangepasste Menschen, die mit kriminellen Delikten wie Betteln, Landstreichen, Diebstahl, Hausfriedensbruch, Betrug, Sittlichkeitsverbrechen u. ä. aufgefallen waren. Einem Drittel von ihnen war verminderte Zurechnungsfähigkeit aufgrund einer mehr oder weniger ausgeprägten Geistesschwäche zuerkannt worden.

 

Vom Propagandaministerium wurde 1933 die „Bettler Razzia“ initiiert und 1938 vom Reichsführer SS Heinrich Himmler die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ eingeleitet, die mehrere Zehntausende „unwerte Leben“ in Lager oder Anstalten beförderte.

 

1938 wurden 47 Männer im Anstaltskrankenhaus und von den hier eingesessenen weiblichen Strafgefangen 17 Frauen im Kreiskrankenhaus Leisnig unfruchtbar gemacht. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges begann gleichzeitig der deutsche Vernichtungsfeldzug nach innen als Krieg gegen die psychisch Kranken, wobei die psychisch kranken Straftäter als doppelt stigmatisierte Gruppe zu den ersten Opfern zählten.  

 

Im selben Jahr 1938 wurde Dr. Gerhard Wischer zum Leiter der „Heil-und Pflegeanstalt“ bestellt. Mit seinem Dienstantritt war es eine solche kaum noch, denn sie entwickelte sich mehr und mehr zur Durchgangsstation in verschiedene Vernichtungsstätten. Dr. Wischer sortierte nicht nur bei seinen Dienstreisen in verschiedenen Konzentrationslagern kranke Häftlinge zur Tötung aus, er ließ in Waldheim, in seiner eigenen „Pflege“-Anstalt, Patienten durch Verhungern sterben. Er tötete hier selbst durch diverse Medikamentengaben. Sein Leben hat deshalb auch im Zuchthaus geendet.

 

Es gab in Waldheim keinen Patienten, der durch die im Frühherbst 1939 auszufüllenden Meldebögen der „Euthanasie“-Organisation „T4“ nicht erfasst worden wäre. In der Medizin wird von Euthanasie zur Erleichterung des Sterbens, besonders durch Schmerzlinderung mit Narkotika oder durch absichtliche Herbeiführung des Todes bei unheilbar Kranken durch Medikamente oder durch Abbruch der Behandlung gesprochen.

 

Die Geschichte der Euthanasie ist als Begriff in Deutschland stark durch die Zeit des Nationalsozialismus geprägt, dessen Morde unter dem Vorwand der „Rassenhygiene“ ebenfalls als Euthanasie bezeichnet werden. Als grundlegendes Argument für diese Tötungen wurden wirtschaftliche Gründe angeführt. Hier ist ganz deutlich klarzustellen, dass es sich bei einer in diesem Zusammenhang gebrauchten Verwendung des Wortes „Euthanasie“ nicht um Euthanasie im Sinne einer vom Patienten gewünschten Sterbehilfe bei einer unheilbaren Krankheit handelte, sondern um eine verhüllende Umschreibung für ein anstößiges oder unangenehmes Wort. Eine wesentliche Rolle bei der Euthanasie spielte die Medizin und die Initiativfunktion neu installierter wissenschaftlicher Eliten bei den NS-Medizinverbrechen. Wer sich nicht der NS-Ideologie unterordnete, hatte keine Chance zum Aufstieg; kritische Ärzte waren früh entlassen und verfolgt worden.

 

Keine zwei Jahre kann sich Dr. Wischer, der seit 1940 die Chefarztstelle innehat, um seine Waldheimer Anstalt „kümmern“, dann erwartet ihn eine neue Aufgabe. Das „Problem“ lebensunwerten Lebens soll nun einer „Lösung“ zugeführt werden – der Vernichtung. Dafür werden „Gutachter“ gebraucht, und Wischer kann auf Erfahrung verweisen. Er stellt sich auf eigenen Wunsch der T4-Zentrale in Berlin für die „Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten“ zur Verfügung, einer Sonderverwaltung, die nicht öffentlich in Erscheinung treten soll. Ihre Aufgabe ist die auf Krankenakten basierende Erfassung und Auswahl der zu tötenden Patienten.

 

Die „Aktion T4“ wurde abgeleitet von der Villa in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, der Zentrale der Sonderverwaltung. So lautet der Tarnname für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Ein rotes „+“ für töten oder ein blaues „-„ für weiterleben in einem schwarz umrandeten Kasten auf dem Meldebogen entscheidet. Die Ausgewählten werden zunächst in Zwischenstationen verbracht, was der Verschleierung des eigentlichen Zwecks der Verlegung, der Trennung von Angehörigen und der Regelung des „Nachschubs“ dient. Von dort bringen Busse die Opfer in sechs Tötungsanstalten. Die Exekution findet gruppenweise statt, durch Vergasung mit Kohlenmonoxid. Ein Kurierauto bringt die gefälschten Unterlagen und Urnen zum Verschicken zu weit entfernten Poststellen und Anstalten, damit für die Angehörigen die Nachforschungen erschwert werden. Die Landesanstalt Waldheim fungiert als eine Zwischenstation. Tatsächlich wurden von Anfang Februar bis Anfang März 1940 in fünf Sammeltransporten der gemeinnützigen Krankentransport-Gesellschaft insgesamt 235 Patienten der Waldheimer Heil-und Pflegeanstalt abgeholt. Damit war die Einrichtung leer, ohne ihre Stammbelegung. Die Waldheimer Kranken sind in Brandenburg an der Havel getötet worden.

 

In den Monaten März bis Mai 1940 wurden von verschiedenen psychiatrischen Anstalten insgesamt 498 männliche Patienten über Waldheim nach Brandenburg verlegt. 299 von ihnen waren Anfang März aus den rheinländischen Anstalten Düren und Bedburg-Hau nach Waldheim gekommen und von dort nach vier bis sechs Wochen weiterverlegt worden, die übrigen bis Ende 1940 aus Waldheim nach Brandenburg in den Gastod geschickten Männer waren aus der sächsischen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hubertusburg. Ab Juni 1940 gingen die Krankentransporte nicht mehr von Waldheim nach Brandenburg, sondern nach Sonnenstein bei Pirna.

 

Erst im März 1943 kehrt Wischer wieder ganz nach Waldheim zurück. In der Anstalt und unter Wischers Anleitung werden etwa 20 bis 30 Patienten mittels aktiver „Sterbehilfe“ getötet. In Anwendung kommt dabei eine Mischung von Schlafmittelgabe und allmählichem Verhungern-Lassen.  Mit einer bei der systematischen Unterernährung der Patienten relativen Überdosierung von Medikamenten wurden die Kranken in ihrer Vitalität derartig gedämpft, dass sie nur noch apathisch im Bett liegen konnten, selbst zur kärglich angebotenen Nahrungsaufnahme nicht mehr in der Lage waren. Infolge ihrer herabgesetzten Abwehrkräfte, der schlechten pflegerischen und hygienischen Bedingungen erlagen sie nach einigen Tagen den Infektionskrankheiten. Bei 54 der 1.940 Verstorbenen soll nach dem ärztlichen Jahresbericht die Todesursache eine Lungenentzündung gewesen sein, in 13 Fällen wird allgemeiner Kräfteverfall mit hochgradiger Abmagerung angegeben. Tatsächlich müssen diese Erscheinungen viel häufiger aufgetreten sein. Vieles deutet auf systematische ärztliche Fälschung hin. Waldheim war keine neutrale Durchgangsstation von Kranken auf dem Weg in die Tötungsfabrik Sonnenstein, sondern grauenvoller Teil ihres Leidensweges. 

 

Dr. med. Gerhard Wischer (1903-1950) war von 1938 bis 1945 der leitende Arzt in der Psychiatrie in Waldheim. Nach Kriegsende verbleibt Wischer noch als Arzt in der Anstalt, da er nach seiner Meinung „nichts Böses“ getan habe. Im Oktober 1945 wird er von einem Spezialkommando zur Auffindung von Naziverbrechern verhaftet. Dr. Wischer wurde 1950 wegen seiner aktiven Beteiligung am NS Krankenmord  zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Hinrichtung erfolgte in einem Keller, wenige Meter neben den Krankenräumen, in denen der Arzt jahrelang tätig war.  

 

Aus Erzählungen meiner Großmutter weiß ich, dass am 7. Mai 1945 die Türen des Zuchthauses und auch die Türen für die Männer und Frauen der Pflegeanstalt in Waldheim aufgeschlossen wurden. Viele irrten verwirrt und hilflos durch die Stadt.

 

Unsere Pflicht und Aufgabe ist es, diese Erinnerung wach zu halten und den nachfolgenden Generationen von dieser nicht leichten Vergangenheit zu berichten.

Auswahl von Meinungen aus Sachsen zur Wanderausstellung

 

Bellmann, Veronika (MdB)
„Die Ausstellung ‚Gegen das Vergessen‘ ist in vielfacher Hinsicht eine beeindruckende Ausstellung. Kinderzeichnungen aus dem KZ geben dem Schicksal der Juden und ihrer grausamen Verfolgung in Nazi-Deutschland ein Gesicht. Wenn schon ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sind die Bilder des jungen Thomas Greve zu seinem Erleben im KZ ein großes unter die Haut gehendes Geschichtsbuch über das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Und es ist eine Mahnung gegen das Vergessen, gegen das Leugnen und Verharmlosen, dass leider gerade jetzt während Corona-Pandemie erschreckende Kreise zieht. Dagegen auch mit künstlerischen Mitteln und kreativen Ausstellungsformen vorzugehen, ist aller Ehre und natürlich einen digitalen und vielleicht auch bald wieder analogen Besuch der Ausstellung wert. Mein herzlicher Dank gilt Francois Maher Presley und seiner Stiftung für Kunst und Kultur für die sehr eindrückliche Ausstellungskonzeption.“
 
Damm, Matthias (Landrat Mittelsachsen)
„Das Erinnern ist die Aufgabe unserer und folgender Generationen, wenn Zeitzeugen nicht mehr berichten werden.“
 
Euchler, Maria (BMin Kriebstein)
„Ich hatte das Glück, einen Opa bis letztes Jahr gehabt zu haben, der den 2. Weltkrieg an der Front miterlebt und überlebt hat. Ich bin dankbar dafür, mit Achtung vor diesem Teil der Geschichte erzogen worden zu sein. Die Zeitzeugen von damals werden immer weniger. Francois Maher Presley bewahrt diesen grausamen Teil unserer Vergangenheit in dieser beeindruckenden Ausstellung. Waldheim ist Teil dieser Wanderausstellung und wirkt damit Gegen das Vergessen.“
 
Ernst, Steffen (BM Stadt Waldheim)
„Die Erinnerung soll uns immer wach halten, an die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung zu gedenken, denn ein Deutscher kann keine Demokratie wollen und gleichzeitig eine antisemitische Einstellung haben, das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten. Lebendiges Erinnern und Gedenken gelingt nicht über den Verstand allein, wir müssen die Herzen und Seelen der jungen Menschen erreichen.“
 
Graetz, Dr. Manfred (Landrat a.D.)
„Das nach wie vor unvorstellbare Verbrechen an den Juden in Nazideutschland darf nie vergessen und relativiert werden. Alle, die wieder anfangen neonazistische – und antisemitische Parolen zu verbreiten, vergehen sich an den millionenfachen Leid im Ergebnis des 2. Weltkrieges insgesamt.“
 
Hänel, Albrecht (Vorsitzender des Kultur- und Heimatfreunde e.V. Waldheim und Umgebung)
„Die Nationalsozialisten wollten von Beginn an vernichten. Ziel war es, alle anderen politischen Ideologien, andere Ethnien und Religionen, jedes nicht konforme Sein auszulöschen. Mit dem Erlass der NS-Euthanasie-Ermächtigung starben bis Kriegsende rund 200.000 Menschen. Daher muss die Botschaften sein: Vergesst nicht, dass dies möglich war. Vergesst nicht die Umstände, die dies ermöglichten. Vergesst nicht das Schweigen, dass den Taten folgte.“
 
Hänsel, Jörn (GF MISKUS e.V.)
„Die politischen Entwicklungen in unserer Gegenwart zeigen, wie wichtig es, ist aus der Geschichte zu lernen. Doch dazu muss man diese zunächst einmal kennen und akzeptieren. Genau dabei hilft diese Ausstellung und es gilt mein großer
Dank all denen, die sie ermöglicht haben.“
 
Hillig, Kathrin (Gfin Mittelsächsische Kultur gGmbH)
„Ich bin tief berührt von den Kinderzeichnungen, die auf den ersten Blick Alltagssituationen darstellen, dann aber doch die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit des Naziregimes deutlich offenbaren. Dafür braucht es den zweiten Blick.
Und es braucht unseren Verstand, unser Herz und unseren Mut, damit kein Kind dieser Welt mehr einen Alltag erlebt, aus dem solche Bilder entstehen.“
 
Lehle, Dr. Rudolf (Fraktionsvorsitzender der CDU Döbeln)
„Mit großer Erwartung sehe ich der Ausstellung von Bildern aus den Konzentrationslagern Groß Rosen und Auschwitz entgegen. So gut auch am Bildschirm der Blick auf die Bilder sein mag, die Tragik und das Grauen erschließen sich erst im direkten Kontakt mit den Bildern selbst!“
 
Maaß, Dr. Anita (BMin Stadt Lommatzsch)
„Die Erinnerung an die NS-Schreckensherrschaft verpflichtet uns als Enkelgeneration dazu, Demokratie, Frieden und Freiheit dauerhaft zu schützen!“
 
May, Andreas (Direktor der JVA Waldheim)
„Mit dem Blick eines Gefängnisleiters und der daraus resultierenden Verantwortung, insbesondere auch bei Betrachtung der Geschichte der JVA Waldheim, kann man nur hoffen, dass sich in Deutschland und Europa auch zukünftig demokratische Werte durchsetzen werden, damit das, was Herrn Thomas Geve und vielen anderen widerfahren ist, sich nicht wiederholt.“
 
Pinka, Dr. Jana (Die Linke, Landtagsabgeordnete a.D.)
„Ich bedanke mich bei der Francois Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur, die diese Wanderausstellung „Gegen das Vergessen“ ermöglichte, das Rahmenprogramm unter schwierigen Bedingungen umsetzte und durch die mediale
Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung in diesem Gedenken an die Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus’ mitgenommen hat.“
 
Stark, Ekkehart (Künstler)
Die von den Nationalsozialisten und ihren willigen Helfern verübten Verbrechen wurden als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft und dürfen niemals in Vergessenheit geraten, sondern nüssen als Mahnung für nachfolgende Generationen Bestand haben.
 
Schulze, Ralf-Peter (Intendant Mittelsächsische Theater und Philharmonie gGmbH)
Die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ mit den Bildern von Thomas Geve ist ein Vermächtnis, eine Stimme aus den Vernichtungslagern der Nazis. Als 15-Jähriger hat er uns einen Zyklus von Bildern hinterlassen, der an der Rampe von Auschwitz beginnt und mit der Befreiung von Buchenwald endet. Jede Begegnung mit Menschen, die aus dieser Hölle berichten können, legt uns Verantwortung für Geschichte und Gegenwart in die Hände. Es ist die zunehmend erlebte Verharmlosung und Unkenntnis und die sich ausbreitende Gleichgültigkeit gegen neuerliche Gewalt, Rechtspopulismus und Antisemitismus, die empört. Die Francois Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur macht durch Haltung und Engagement eine so wichtige gesellschaftliche Arbeit.

François Maher Presley

Stiftung für Kunst und Kultur
(Gemeinnützige Treuhandstiftung unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung)
Ecke Adolphsplatz 3, Großer Burstah
20457 Hamburg

 

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